Mit sieben Fahrzeugen und 46 Kräften rückte die Ortsfeuerwehr Laatzen im Rahmen ihres wöchentlichen Übungsdienstes gegen 19 Uhr zur KITA Brucknerweg aus. Vor Ort schilderten Übungsleiter Kai Tischler und Benjamin Lockemann den ersten Helfern die Lage: Bei Bauarbeiten ist es zu einer starken Verqualmung sowie einem Feuer gekommen, insgesamt neun Personen werden noch vermisst. Mit einer Nebelmaschine hatten die beiden Feuerwehrleute die verwinkelten Räume noch "ordentlich verraucht", um den Feuerwehrleuten realistische Bedingungen aufzuzeigen.


Mehrere Trupps unter Atemschutz betraten durch den ebenerdigen Haupteingang aus Richtung Süden die Räume, kriechend ertasteten sie die Räume und fanden schließlich auch die "versteckten" vier Kinder, den Jugendlichen, eine erwachsene Person und die drei Puppen. Aus mehreren Schläuchen wurde das Feuer gelöscht. Löschwasser entnehmen die Helfer aus zwei Hydranten in der Nähe der städtischen Einrichtung. Vor dem Eingang richtete die Feuerwehr die Atemschutzüberwachung ein, vor dem Betreten des Gebäudes wurden Luftdruck und Uhrzeit der Atemschutzgeräteräger notiert um deren Einsatz genau zu überwachen. Diese Aufgaben übernahmen die Mitglieder des 1.Zuges der Laatzener Ortsfeuerwehr.


Der 2. Zug übernahm die Rettung und Brandbekämpfung vom Haydnweg aus. Über die Außentruppe drangen hier die Trupps unter Atemschutz in das Obergeschoss vor. Aus etlichen C-Rohren spritzten die Retter Wasser in die lodernden Flammen. Zur Richtigkeit muss allerdings gesagt werden, dass die Übung "trocken gefahren" wurde, die Schläuche schlossen die Kameraden zwar ordnungsgemäß am Hydranten an, Wasser allerdings floss nicht durch die Leitungen in die Räume der KITA. Wegen der starken Rauchentwicklung sah das Übungsszenario sehr "echt" aus, etliche besorgte Eltern fragten bei den Einsatzkräften nach, ob es tatsächlich brenne. Um 19.49 Uhr meldete Zugführer René Hahn "Feuer aus". Gegen 20.15 Uhr schließlich wurde die Übung beendet. "Wenn es tatsächlich zu einem Feuer gekommen wäre, hätten wir natürlich die Schadenslage "ManV 2" (Massenanfall von Verletzen der Stufe 2) ausgelöst", berichtete Übungsleiter Tischler bei der anschließenden Besprechung. Dann wären auch andere Ortsfeuerwehren alarmiert worden. An diesem Abend sollten aber nur die ehrenamtlichen Kräfte der Laatzener Ortsfeuerwehr üben.


Insgesamt waren sechs Trupps unter Atemschutz im Gebäude, weitere 34 Helfer sorgten draußen für die Wasserversorgung sowie die Betreuung der Geretteten, wickelten den Funkverkehr im Einsatzleitwagen ab und brachten Belüftungsgeräte in Stellung.
In er KITA Brucknerweg werden knapp 150 Kinder von ca. 25 Mitarbeitern betreut. Mehrere Gruppenräume verteilen sich auf das Erdgeschoss sowie die 1.Etage, die teilweise bebaut ist. Der "Diskonebel" wurde nach Beendigung der Übung mit einem elektrischen Hochleistungslüfter nach draußen geblasen.
Mit den Leistungen der knapp vier Dutzend Kräften waren die beiden Übungsleiter sehr zufrieden. "Nur die Funktrennung des 1. und 2. Zuges in beiden Einsatzabschnitten sollte demnächst noch schneller erfolgen".

 

    

   
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