Bahnerden - auch eine Aufgabe für die Feuerwehr im Bereich Laatzen

Die Züge der DB und der S-Bahn fahren schon seit Jahren mit elektrischem Strom aus Oberleitungen. Aber was passiert bei einem Unfall, Unglück, Feuer oder wenn die Leitung gerissen ist und die Kabel auf der Erde liegen? Denn dann muss die Leitung geerdet werden. Und genau diese Aufgabe übernimmt im Laatzener Stadtgebiet die Freiwillige Feuerwehr.
An einer Wiederholungsunterweisung im Bahnerden nahmen kürzlich 13 Feuerwehrmänner aus den Ortsfeuerwehren Gleidingen und Laatzen statt. Notfallmanager Jens Steinbrück (DB Netz AG, Regionalbereich Nord) erklärte den Feuerwehrleuten innerhalb von drei Schulstunden den Aufbau der Stromversorgung von der Energieerzeugung bis hin zum Mast der Oberleitung. Anhand von Zeichnungen und Fotos stellte er den Streckenverlauf im Bezug auf die Energieversorgung dar, die normale Spannung bei Zugverkehr beträgt 15.000 Volt. "Auch im abgeschalteten Zustand hat die Leitung noch eine Restspannung von 2000 - 7000 Volt, und das bedeutet Lebensgefahr", warnte er die Helfer vorsichtig im Umgang mit Haverien im Bereich der DB zu sein. Die Abschaltung der Oberleitung muss vor der Erdung schriftlich per Fax bestätigt werden, bevor die nötigen Arbeiten eingeleitet werden können. Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ist immer einzuhalten, gab er den Helfern mehrmals mit auf den Weg. Ausführlich erklärte er auch die Oberleitung, der Fahrdraht zweigt nach etwa 1500 Metern ab und eine neue Leitung speist den Strom ein. In dieser Phase läuft die Leitung kurzzeitig parallel. Über dem Fahrdraht hängt in etwa 12-16 Metern Höhe die Speiseleitung, diese wird allerdings nicht durch die Feuerwehr geerdet. Bei Gewitter sollte ebenfalls nicht geerdet werden, da die Gefahr eines Blitzeinschlages zu groß ist.

Am Laatzener S-Bahnhof begann dann die praktische Ausbildung der Helfer. Mit den Erdungsgarnituren ausgestattet betraten die Feuerwehrleute die abgeschaltete Strecke im Bahnhof. Vorher hatte sich Notfallmanager Steinbrück die Abschaltung unter Nennung eines Codes bestätigen lassen. Danach wurde eine Sichtkontrolle der Erdungsgarnitur vorgenommen, augenscheinlich prüften die Retter den ordnungsgemäße Zustand der Einzelteile. Mit dem Spannungsprüfer kontrollierten die Helfer als erste Maßnahme die Spannungsfreiheit des Fahrdrahtes. Die Schienenfuß-Erdungsklemme wurde an der Erdungsschiene festgezurrt bevor die Fahrdrahterdungsklemme eingehängt wurde. Zu einem weiteren Helfer am anderen Ende der Unglücksstelle meldeten die Teilnehmer "Erdung ordnungsgemäß abgeschlossen", denn der selbe Vorgang muss auch am anderen Ende einer Unfallstelle vollzogen werden. 
Nach knapp drei Stunden Theorie und Praxis sind die Helfer nun für das folgende Jahr wieder "Fit im Bahnerden". In einem Jahr findet eine weitere Auffrischung des Fachwissens statt. 
Also, nicht nur löschen, bergen und schützen können die Feuerwehrleute sondern auch Bahnerden.


Fotos anbei, alle: Senft

http://www.myheimat.de/laatzen/blaulicht/bahnerden-bei-der-feuerwehr-in-laatzen-d2469450.html

Minister besucht die Feuerwehr - Dr. Stefan Birkner informiert sich über ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr

Am 23. Oktober besuchte die FDP-Seniorenunion unter ihrem Vorsitzenden Dieter Palm die Ortsfeuerwehr Laatzen, um sich über das Gefahrgutkonzept der Feuerwehr zu informieren. Damals leider ohne den niedersächsischen Umweltminister Dr. Stefan Birkner, der kurzfristig absagen musste.


Nun holte der Minister den Besuch bei der Ortsfeuerwehr in Laatzen nach. Begleitet von Bürgermeister Thomas Prinz und dem FDP-Vorsitzenden Dirk Weissleder fand er gut eine Stunde Zeit, um sich über die Tätigkeiten von den ehrenamtlichen Feuerwehrkräften zu informieren.
Ortsbrandmeister Peter Becker begrüßte Birkner im Eingangsbereich des Laatzener Feuerwehrhauses und zeigte dem Gast dann die Räumlichkeiten. In der Fahrzeughalle zeigte sich Birkner beeindruckt von der großen Halle und den zehn Einsatzfahrzeugen. "Nach einem Alarm rücken wir innerhalb von vier bis fünf Minuten aus, und das fast 300 Mal im Jahr", fasste Becker kurz und knapp zusammen. Der Minister lobte das große Engagement der ehrenamtliche Kräfte und unterstrich deren große Bedeutung für die Bürger. Bei kalten Getränken saßen alle Gäste anschließend noch zusammen und erzählten über "ihre Erlebnisse mit der Feuerwehr" in den letzten Jahren.
Die Ortsfeuerwehr Laatzen freute sich über den "hohen Besuch" aus dem niedersächsischem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Hier zeigte sich mal wieder die gute Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr, denn die Kameraden haben fast immer eine "offene Tür", um Besucher zu informieren.

Bilder anbei, alle: Senft

Bericht bei Myheimat

Liberale Senioren aus der Region Hannover zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Laatzen


Über das Konzept, die Ausrüstung und die Grenzen bei Einsätzen mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahren (ABC-Einsätze) informierten sich kürzlich 10 Seniorinnen und Senioren der FDP aus der Region Hannover bei der Freiwilligen Feuerwehr in Laatzen. Ortsbrandmeister Peter Becker und Bürgermeister Thomas Prinz begrüßten die Gäste mit ihrem Vorsitzenden Dieter Palm recht herzlich in Laatzen.
Ortsbrandmeister Peter Becker stellte die Laatzener Feuerwehr kurz vor und erläuterte dabei die geschichtliche und technische Entwicklung in Sachen Gefahrgut. Gut 113 Jahre nach Gründung der Feuerwehr stehen 90 Aktive mit elf Einsatzfahrzeugen bereit dem Bürger Hilfe bei Notfällen zu leisten. Zum Laatzener Gefahrgutzug gehören zwei Löschfahrzeuge, der Gerätenwagen-Gefahrgut, der Gerätenwagen-Messtechnik sowie der Einsatzleitwagen.
  
Der stellvertretende Zugführer des Laatzener Gefahrgutzuges, Sebastian Osterwald zeigte anhand einer Präsentation die Möglichkeiten der Laatzener Feuerwehr bei ABC-Einsätzen auf. "Wir arbeiten dabei als erstes unsere GAMS-Regeln ab, Gefahr erkennen, Absperrung, Menschenrettung und Spezialkräfte ggf. nachfordern". Auch auf die orangen Warntafeln an Gefahrguttransportern wies er hin, "falls sie solche Tafeln mit verschiedenen Ziffern an verunfallten Fahrzeugen entdecken, melden sie bitte diese Zahlen umgehend an die Leitstelle", ermahnte er die Besucher. Genau diese Zahlen weisen auf den Stoff und die Gefährlichkeit hin. Ein weiterer Vortrag des ABC-Fachberaters Dr. Götz Milkereit musste leider ausfallen, da er mitten im Besuch zu einem Feuer nach Springe gerufen wurde. Auch dort war wieder der Gerätewagen-Messtechnik im Einsatz.

In der Fahrzeughalle hatten derweil eifrige Kollegen etliche Ausrüstungsgegenstände aufgebaut. FDP-Mitglied Dirk Weissleder probierte sogar einen Chemiekalienschutzanzug an, allerdings wurde der schwere Anzug nicht vollständig geschlossen. So konnte der FDP-Ratsherr einmal selber feststellen, wie schwer der Einsatz in einem CSA-Anzug für die Helfer ist.

Seit der Gründung der Straheln- und Gefahrgutgruppe im Jahre 1988 wurde schon etliche Messeinsätze abgearbeitet.
Zu den größten Einsätzen gehören die nachbarschaftliche Hilfe im Landkreis Hameln-Pyrmont (2002 waren in Bad Münder zwei Güterzüge kollidiert und mehrere Tausend Liter Epichlorhydrin ausgelaufen) und der Einsatz im August diesen Jahres bei der Fa. CG in der Ulmer Straße. Salpetersäure war aus einem Kesselwagen gelaufen und hatte nach einer chemischen Reaktion für eine dunkelgelbe Wolke über Laatzen gesorgt. 

   

Bilder:  G.Senft

An zwei Abenden im Oktober und November führten alle Fernmeldeführungsstellen  (Einsatzleitwagen) eine Fernmeldeübung auf Regionsebene durch.

Hierbei galt es das erstellte "Unwetterkonzept"  auf Funktionsfähigkeit zu testen.

Hierzu wurden verscheidenste Fernmeldewege  (Funk / Telefon / Fax / ...)  zu den einzelnen Meldestellen getestet und belastet.

Desweiteren konnten die Teilnehmer der Laatzener Feuerwehren auch schonmal in den Genuss der neuen Digitalfunkgeräte kommen welche zu dieser Übung schonmal testweise vom Land Niedersachsen ausgeliehen wurden.

 

 

Die Einsatzleitgruppe positionierte hierzu den ELW auf der Feuerwache in Laatzen und besetzte den Lageraum sowie die Fernmeldezentrale.

Von hier aus wurden nun "fiktive" Einsatzstellen abgearbeitet.

Nachdem  alle "Einsatzstellen" abgearbeitet wurden von der  Regions-Übungsleitung die Fernmeldeübung beendet.

Am Freitag den 19.11.2012 hatten die Kameraden mal wieder was erfreuliches zu feiern.  

Kamerad Sven Gerhardt gab seiner Frau Melanie das "JA-Wort".

Mit den üblichen Bräuchen wurde das Brautpaar vor den Standesamt empfangen.

So musste in gemeinschaftlicher Arbeit ein Baumstamm durchgesägt werden.

Beim aufrollen des 30m - Schlauches kam der Bräutigam dann noch fast ins Schwitzen bevor beide mit der Drehleiter in den sonnigen Herbsthimmel eine "runde drehten".

   
© Fw-Laatzen.de